Der Zuckerberg-Effekt: Online-Durchstarter im Blick

Mark Zuckerberg hat vorgemacht, wovon viele Menschen träumen. Er hat seine Vision umgesetzt und trotz aller Stolpersteine Facebook zu etwas gemacht, das heute jedem Menschen bekannt ist. Mehr als eine Milliarde Nutzer und eine Markenpräsenz, die sich andere Unternehmen nur wünschen können, sprechen dabei für sich. Doch Zuckerberg ist längst nicht der einzige Senkrechtstarter, der durch das Internet den Grundstein für den Erfolg legte – auch andere Entrepreneurs sind auf einem guten Weg und sorgen mit guten Ideen dafür, dass es im Internet nicht langweilig wird.  

Der Hype von Flappy Bird – und das Ende des bunten Vogels

Das beste aktuelle Beispiel ist sicherlich der Hype um das kleine Smartphone-Spielchen Flappy Bird. Innerhalb von wenigen Tagen wurde das kleine Spiel millionenfach auf die Smartphones geladen und brachte dem Erfinder täglich 50.000 Euro aufs Konto. Im Internet wurde angegeben, wer wie viele Punkte schafft und wer den höchsten Highscore hat. Die simple Steuerung, die pixelige Grafik – genau das machte Flappy Bird zum Erfolg. Allerdings nur auf kurze Sicht. Dem Entwickler Ha Dong Nguyen wurde der Hype zu groß, der Erfolg wurde ihm unheimlich. Kurzerhand nahm er das Spiel, von dem in ganz Deutschland die Rede war, aus dem Stores. Das Geld auf jeden Fall hat Nguyen mitgenommen – und jetzt fahren Nachrücker auf seiner Schiene. Thomas Claus aus Bautzen beispielsweise. Mit Flappy Fish programmierte er mit seinen Kollegen bei EntwickerX innerhalb wenigen Stunden eine Alternative zu Flappy Bird – und profitiert jetzt vom Ende des bunten Vogels. Diese Möglichkeit zum Geld verdienen bietet wohl nur das Internet. Eine gute Idee reicht. Selbst dann, wenn es ursprünglich nicht einmal die eigene Idee gewesen ist.  

Facebook kauft WhatsApp für 19 Milliarden Dollar

Der Ukrainer Jan Koum hat ganz frisch den größten Coup seines Lebens gemacht. Der WhatsApp-Gründer verkaufte den Instant Messenger jüngst an Mark Zuckerberg und Facebook. Für die astronomische Summe von 19 Milliarden Dollar. Der 37 Jahre alte Koum wechselt zudem in den Verwaltungsrat von Facebook. Ein sagenhafter Sprung, ein schneller Erfolg. Während WhatsApp bislang kaum Gewinne fuhr, kann auch eine solche Aktion, ein derartiger Verkauf den großen Erfolg und den hohen finanziellen Gewinn bringen. Koum hat sicherlich alles richtig gemacht. Er kann sich jetzt Milliardär und Facebook-Aktionär nennen – und gehört damit zu einem weltweit agierenden Konzern, den Mark Zuckerberg in den vergangenen zehn Jahren zu einem Imperium ausgebaut hat. Internationale Senkrechtstarter wie Hu Dong Nguyen und Jan Koum brauchen sich wahrlich nicht verstecken. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Und mit ihnen das Internet, welches diese ganze Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht hat. Das, was vor zehn Jahren mit Facebook erst so richtig begann, bietet heute für kreative Ideen und spontane Einfälle eine große Bühne. Ob es sich dabei um einen kleinen Vogel handelt, der zwischen zwei Röhren hindurchmanövriert werden muss oder um einen ausgefeilten Messenger, der alleine in Deutschland Millionen von Nutzern hat – mit dem großen Erfolg der letzten Tage hätten wohl beide Männer nicht gerechnet. Einzig vielleicht Mark Zuckerberg, dem diese Gabe scheinbar in die Wiege gelegt wurde, könnte etwas geahnt haben. Könnte.